Nikotin-Ersatzmittel

19 August, 2008 (15:11) | News | By: Nichtraucher

In der Werbung wird dem Raucher häufig suggeriert, dass es einfach wäre sich das Rauchen mit einem Nikotinkaugummi oder einem Nikotinpflaster abzugewöhnen. Was ist davon zu halten?

Erst mal ist zu erwähnen, dass Nikotinkaugummis  und -Pflaster ziemlich teuer sind und in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Die Kosten hierfür müssen Sie selber tragen. Na gut, werden Sie sagen, wenn man davon vom Rauchen loskommt, dann bezahle ich das eben gerne.

Kommt man durch Nikotinersatzprodukte vom Rauchen los?

Beim Nikotinkaugummi sollen Sie immer dann, wenn Sie das Verlangen nach einer Zigarette verspüren, ein Kaugummi nehmen. Diese Kaugummis enthalten soviel Nikotin, wie eine starke Zigarette. Beim Kauen wird jetzt über die Mundschleimhaut das Nikotin aufgenommen und gelangt so in die Blutbahn. Beim Nikotinpflaster hingegen wird kontinuierlich eine gleich bleiben-de Menge an Nikotin über die Haut aufgenommen.

Nikotinersatz-Produkte können die Entzugserscheinungen lindern, beseitigen aber nicht die Ursache der Sucht. Es gibt viele Raucher, die nach einer Weile von Nikotinkaugummis abhängig sind und jahrelang Kaugummis nehmen und zusätzlich noch weiter rauchen.

Wenn Sie zu der Erkenntnis kommen, das Rau-chen kein “Genussmittel” ist, sondern eine Sucht – eine Abhängigkeit von einem tödlichen Gift – dann werden Sie mit mir übereinstimmen, dass man Gift nicht mit Gift bekämpfen kann.

Sie können sich beispielsweise beim Frühstück überlegen, ob Sie lieber Kaffee oder Tee, oder doch lieber Kakao trinken. Sie können Butter mit Margarine ersetzen oder Wurst mit Käse, oder Sie essen ein Weile zum Frühstück lieber Marmelade. Das ist möglich, weil das alles keine Drogen sind.

Nikotin hingegen ist eine Droge, die süchtig macht. So lange Sie dem Körper weiter das süchtig machende Gift zuführen, werden Sie davon nicht loskommen. Ihr Körper wird weiter-hin nach dem Nikotin verlangen.

Bei einem Alkoholiker, der täglich eine Flasche Whisky trinkt, würde man auch nicht auf die Idee kommen, stattdessen eine Flasche Rum anzubieten, weil dies “gesünder” sei und er dadurch den Whisky “aufgeben” könne. Auch hier könnte nur der strikte Verzicht auf den Suchtstoff, in diesem Fall der Alkohol, helfen geheilt zu werden.

Vergessen Sie daher sämtliche Ersatzmittel, die Ihnen angeboten werden, um vom Nikotin weg zukommen, insbesondere, wenn diese Mittel Nikotin enthalten. Sie können den Teufel nicht mit dem Belzebub austreiben.

Viele Ex-Raucher versuchen die Sucht nach dem Nikotin auch durch zusätzliches Essen, insbesondere durch Süßigkeiten, zu ersetzen. Auch hierauf sollten Sie verzichten, sofern Sie nicht zunehmen wollen.

Endlich Nichtraucher und das Rauchen aufgeben

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